Archive : Kreuzfahrten

Home > Posts tagged Kreuzfahrten

Karibik Kreuzfahrt AIDA: 14 Tage mit der AIDAdiva zwischen Mexiko, Belize und Jamaika

Nach unserer ersten Kreuzfahrt mit der AIDAbella hatten wir etwas festgestellt, womit wir selbst nicht gerechnet hätten: Kreuzfahrten passten überraschend gut zu unserer Art zu reisen.

Früher wären wir vermutlich nie auf die Idee gekommen, eine Kreuzfahrt zu buchen. Doch nach unserer Reise durch den Orient war uns klar, dass wir noch einmal an Bord gehen wollten. Nicht, weil wir plötzlich leidenschaftliche Kreuzfahrer geworden waren, sondern weil wir in dieser Reiseform die perfekte Möglichkeit entdeckt hatten, Fernziele kennenzulernen.

Für die Orient-Reise hätten wir vermutlich nie eine individuelle Rundreise durch mehrere Länder geplant. Und auch die Karibik hätten wir ganz anders erlebt. Um fünf Inseln und zwei Länder auf eigene Faust zu bereisen, hätten wir zahlreiche Flüge buchen müssen. Einige dieser Ziele hätten wir wahrscheinlich gar nicht ausgewählt.

❤ Genau das macht für uns bis heute den Reiz von Kreuzfahrten aus: Orte kennenzulernen, die wir sonst vielleicht nie besucht hätten.

Der eigentliche Grund für diese Route war allerdings Mexiko. Genauer gesagt: Chichén Itzá. Seit meiner Schulzeit wollte ich diesen Ort einmal mit eigenen Augen sehen.

👉 Passend dazu: Orient Kreuzfahrt Erfahrungen: Unsere erste Kreuzfahrt mit der AIDAbella zwischen Dubai, Oman und Abu Dhabi


Das erwartet dich in diesem Reisebericht

  • Warum wir direkt wieder mit AIDA unterwegs waren
  • Warum wir Kreuzfahrten für Fernziele lieben
  • Die AIDAdiva und unser zweites Zuhause auf See
  • Warum wir Seetage lieben gelernt haben
  • Jamaika zwischen Ya Mon und James Bond
  • Chichén Itzá: Ein Traum seit der Schulzeit
  • Belize: Die größte Überraschung der Reise
  • Grand Cayman und ein entspannter Strandtag
  • Samaná: Die andere Seite der Karibik
  • Welche Insel uns am meisten überrascht hat
  • Fazit

Warum wir direkt wieder mit AIDA unterwegs waren

Ankunft in La Romana vor der Karibik Kreuzfahrt mit der AIDAdiva
Nach der Landung in La Romana begann unser zweites AIDA-Abenteuer.

Nach unserer ersten Kreuzfahrt im Orient war für uns klar, dass wir noch einmal an Bord gehen wollten.

Die AIDAbella hatte uns überzeugt und die AIDAdiva war als Schwesterschiff eine naheliegende Wahl. Beide gehören zur Sphinx-Klasse und unterscheiden sich nur in Details. Dadurch fühlten wir uns bereits ab dem ersten Tag vertraut.

Hinzu kam ein weiterer Punkt.

Viele Reisende vergleichen AIDA und Mein Schiff. Für uns sprach damals jedoch der Preis. Da wir nur wenig Alkohol trinken und auch im Urlaub unsere Gewohnheiten nicht ändern, hätten wir die umfangreichen Getränkepakete anderer Reedereien kaum genutzt.

💡 Nicht jedes Kreuzfahrtkonzept passt zu jedem Reisetyp. Für uns war AIDA damals die bessere Wahl.


Warum wir Kreuzfahrten für Fernziele lieben

Die Karibik war niemals unser klassisches Traumziel für einen zweiwöchigen Badeurlaub. Für uns liegt der Reiz einer Kreuzfahrt an einem anderen Punkt.

Innerhalb von zwei Wochen besuchten wir mehrere Länder und Inseln, ohne ständig Koffer packen oder Flugverbindungen organisieren zu müssen.

Die Orient-Kreuzfahrt hatte uns bereits gezeigt, wie unkompliziert mehrere Ziele auf einer Reise miteinander verbunden werden können. In der Karibik wurde uns das noch deutlicher.

Um Jamaika, Mexiko, Belize, Grand Cayman, Sint Maarten und St. Kitts individuell kennenzulernen, hätten wir zahlreiche Flüge benötigt.

Und ganz ehrlich:
Einige dieser Ziele hätten wir wahrscheinlich nie ausgewählt.

Heute gehören genau diese Orte zu unseren schönsten Erinnerungen.

❤ Je mehr wir reisen, desto wichtiger werden uns Vielfalt und neue Eindrücke. Eine Kreuzfahrt ist für uns kein Schiffsurlaub, sondern eine komfortable Rundreise.


Die AIDAdiva und unser zweites Zuhause auf See

Ocean Bar auf der AIDAdiva während eines Seetages
Die Ocean Bar wurde schnell wieder zu unserem Lieblingsplatz an Bord.

Da die Diva und die Bella Schwesterschiffe sind, fühlten wir uns sofort zurecht. Nach wenigen Stunden hatten wir unsere Lieblingsplätze bereits wiedergefunden.

Allen voran: Die Ocean Bar am Heck.

Wie schon im Orient zog es uns fast täglich dorthin zurück. Der Blick aufs Meer, ein Milchkaffee oder später ein Cocktail zum Sonnenuntergang. Viel mehr brauchte es oft nicht für einen perfekten Urlaubstag.

Auch das Bella Donna Restaurant wurde schnell zu einem festen Bestandteil unseres Tagesablaufs. Oft saßen wir am gleichen Tisch oder zumindest in derselben Ecke.

❤ Nach einigen Tagen wurden wir sogar namentlich begrüßt. Das fühlte sich fast schon wie ein kleines Stammrestaurant an.


Warum wir Seetage lieben gelernt haben

Viele Menschen können mit Seetagen wenig anfangen.

Wir lieben sie.

Schon während dieser Reise fanden wir unseren festen Platz auf dem Sonnendeck. Ganz oben, relativ ruhig und weit entfernt von Animation und Lautsprechern.

Von dort konnte man stundenlang aufs Meer schauen. Wenn wir Lust hatten, gingen wir mittags essen. Wenn nicht, eben nicht.

Dann gab es später einen Milchkaffee in der Ocean Bar. Oder einfach noch eine Stunde mehr in der Sonne.

Das Schöne an Seetagen ist die völlige Entschleunigung.
Keine Termine.
Keine Besichtigungszeiten.
Kein Zeitdruck.

👉 Wer zum ersten Mal eine Kreuzfahrt bucht, sollte Seetage nicht als verlorene Urlaubstage betrachten. Oft entsteht genau dort das eigentliche Urlaubsgefühl.


Jamaika zwischen Ya Man und James Bond

Dunn's River Falls in Ocho Rios auf Jamaika
Die Dunn’s River Falls gehören zu den bekanntesten Naturattraktionen Jamaikas.

Jamaika besuchten wir auf dieser Reise gleich zweimal. In Ocho Rios und später noch einmal in Montego Bay.

Was uns sofort auffiel: Jamaika war deutlich weniger postkartenperfekt als erwartet. Direkt an den Häfen warteten keine endlosen Traumstrände. Dafür begegneten uns unglaublich herzliche Menschen.

Fast jede Unterhaltung begann und endete mit einem freundlichen:

„Ya Man!“

Ein Satz, der uns bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehörten natürlich die Dunn’s River Falls. Die Wasserfälle waren schön anzusehen, doch die größere Überraschung fanden wir an anderer Stelle.

Als Fans der klassischen James-Bond-Filme begeisterten uns die Drehorte fast noch mehr.

Besonders das Jamaica Swamp Safari Village blieb uns im Gedächtnis. Dort befindet sich bis heute die berühmte Stelle, an der Roger Moore über die Krokodile lief.

Jamaica Swamp Safari Village bei Montego Bay
Das Jamaica Swamp Safari Village war für uns auch ein kleiner James-Bond-Moment.

❤ GenX-Moment: Wer mit James Bond aufgewachsen ist, bekommt an solchen Orten sofort leuchtende Augen.

Jamaika blieb uns als freundliches, lebendiges und sehr authentisches Land in Erinnerung.


Chichén Itzá: Ein Traum seit der Schulzeit

Wenn man mich nach dem eigentlichen Grund für diese Route fragt, lautet die Antwort: Mexiko.
Genauer gesagt: Chichén Itzá.

Schon in der Schule faszinierte mich die Geschichte der Maya und Azteken. Geschichte und Erdkunde gehörten damals zu meinen Lieblingsfächern und Chichén Itzá war einer dieser Orte, die man zwar aus Büchern kennt, aber nie ernsthaft erwartet, irgendwann einmal selbst zu besuchen.

Der Ausflug begann mitten in der Nacht. Mit einem Schnellboot ging es zunächst von Cozumel aufs Festland.
Mein erstes flaues Gefühl auf einer Kreuzfahrt.

Zum Glück war es noch dunkel. Anschließend folgte eine längere Busfahrt. Als wir schließlich die Anlage erreichten, fühlte sich alles ein wenig unwirklich an.

Da stand sie plötzlich. – Die berühmte Pyramide.

Pyramide von Chichén Itzá in Mexiko
Seit der Schulzeit wollte ich Chichén Itzá einmal mit eigenen Augen sehen.

Ein Ort, den ich seit Jahrzehnten kannte. Nur eben bisher ausschließlich aus Schulbüchern.
Das Gelände war noch beeindruckender als erwartet.
Die Architektur.
Die Geschichte.
Die Größe der Anlage.

Und das Wissen, dass man gerade an einem UNESCO-Weltkulturerbe und einem der neuen sieben Weltwunder steht.

Ich hätte meinem Mann wahrscheinlich stundenlang Geschichten über die Maya erzählen können.

❤ Es gibt Orte, die begleiten einen seit der Kindheit. Chichén Itzá war für mich genau so ein Ort.

Leider war die freie Zeit vor Ort durch die Größe der Gruppe begrenzt.

Als wir bemerkten, dass wir immer weniger Zeit zur eigenen Erkundung bekamen, arbeiteten wir uns direkt hinter den Reiseleiter und konnten so wenigstens möglichst viel sehen.

Trotzdem: Dieses Ziel war jeden Kilometer wert.

💡 Manche Reiseziele sind so bekannt, dass man Angst hat, enttäuscht zu werden. Chichén Itzá hat unsere Erwartungen sogar übertroffen.


Belize: Die größte Überraschung der Reise

Mangroven in Belize während einer Karibik Kreuzfahrt
Die Mangrovenlandschaft von Belize gehörte zu den größten Überraschungen unserer Reise.

Während Mexiko unser Wunschziel war, wurde Belize zur größten Überraschung. Dieses Land zog uns vom ersten Moment an in seinen Bann.

Die bunten Häuser. Die Stelzenbauten. Die üppige Natur.

Und vor allem die Menschen.
Unsere Reiseleiterin sprach hervorragend Deutsch und erzählte mit einer Begeisterung von ihrem Heimatland, die ansteckend war.

Wir besuchten die Maya-Stätte Altun Ha, fuhren durch die Mangroven und bekamen einen spannenden Einblick in das Leben der Menschen vor Ort. Beim Mittagessen gab es traditionelle Reisgerichte mit Bohnen.

Maya Ruinen von Altun Ha in Belize
Altun Ha vermittelt einen spannenden Einblick in die Geschichte der Maya.

Direkt daneben lag in einem kleinen Wasserloch ein Krokodil in der Sonne.

Alles wirkte authentisch. Unverstellt. – Echt.

❤ Erst nach der Reise fiel mir auf, dass ich erstaunlich wenige Fotos gemacht hatte. Ich war schlicht zu sehr mit Schauen beschäftigt.

❤ Von allen Häfen dieser Reise würden wir Belize vermutlich am liebsten sofort wieder besuchen.


Grand Cayman und ein entspannter Strandtag

AIDAdiva vor Grand Cayman auf Reede
Vor Grand Cayman lag die AIDAdiva auf Reede.

Nicht jeden Hafen wollten wir mit einem Ausflug verbringen. Auf Grand Cayman entschieden wir uns bewusst für einen entspannten Strandtag.

Die angebotenen Ausflüge sprachen uns nicht besonders an.

Also schnappten wir unsere Strandtasche und machten uns auf den Weg. Der Strand lag nicht weit vom Hafen entfernt und bot sogar einige Korallen.

Damals hatten wir das Schnorcheln noch nicht für uns entdeckt. Heute würden wir definitiv Maske und Schnorchel mitnehmen.

Doch auch ohne großes Programm wurde es ein wunderschöner Tag.


Samaná: Die andere Seite der Karibik

Nicht jede Erinnerung dieser Reise ist leicht. Der Ausflug zum Playa Rincon führte uns an einen traumhaften Strand. Doch auf dem Weg dorthin sahen wir Dinge, die uns noch lange beschäftigten.

Kranke Tiere. Verletzte Hunde. Armut, die in starkem Kontrast zum Tourismus stand.
Besonders ein angefahrener Hund am Straßenrand blieb mir bis heute im Gedächtnis.

Der Strand war wunderschön.

Die Eindrücke auf dem Weg dorthin allerdings ebenfalls. Nur eben auf eine ganz andere Art.

Playa Rincon bei Samana in der Dominikanischen Republik
Die Playa Rincón zählt zu den schönsten Stränden der Dominikanischen Republik.

💡 Reisen zeigt nicht nur schöne Seiten. Manche Erfahrungen bleiben gerade deshalb dauerhaft im Gedächtnis.


Welche Insel uns am meisten überrascht hat

Eigentlich hatte jede Insel ihren eigenen Charakter. Belize begeisterte uns durch seine Menschen und die besondere Atmosphäre.

Sint Maarten überraschte uns hingegen mit seinen Stränden. Nach unserem zweiten Besuch können wir uns dort sogar problemlos einen zweiwöchigen Badeurlaub vorstellen.

Und genau das hätten wir vor dieser Reise wahrscheinlich nie gedacht.

❤ Manche Reiseziele entdeckt man eher zufällig und verliebt sich erst später in sie.


Fazit

Als wir diese Reise buchten, wollten wir eigentlich nur herausfinden, ob unsere Begeisterung für Kreuzfahrten nach der AIDAbella bestehen bleiben würde.

Heute kennen wir die Antwort. Ja.

Die Karibik-Kreuzfahrt mit der AIDAdiva bestätigte uns, dass Kreuzfahrten für Fernziele perfekt zu unserer Art des Reisens passen.

Innerhalb von zwei Wochen besuchten wir fünf Inseln und zwei Länder. Viele dieser Orte hätten wir vermutlich nie bewusst ausgewählt.

Heute gehören sie zu unseren schönsten Reiseerinnerungen. Besonders Mexiko, Belize und die entspannten Seetage auf der AIDAdiva sind uns bis heute im Gedächtnis geblieben.

❤ Rückblickend war diese Reise viel mehr als nur eine Karibik-Kreuzfahrt. Sie zeigte uns, dass Kreuzfahrten für uns kein Urlaub auf einem Schiff sind, sondern eine komfortable Möglichkeit, die Welt kennenzulernen.


Orient Kreuzfahrt Erfahrungen: Unsere erste Kreuzfahrt mit der AIDAbella zwischen Dubai, Oman und Abu Dhabi

Im Februar 2022 wagten wir mit der AIDAbella unsere erste Kreuzfahrt. Eine Woche sollte reichen, um herauszufinden, ob wir mit dem Reisen auf dem Meer zurechtkommen. Schließlich wird mir schon manchmal flau im Magen, wenn die Fähre auf dem Rhein in die Fahrrinne eines Frachtschiffes gerät.

Entsprechend gespannt waren wir, ob eine Kreuzfahrt überhaupt die richtige Urlaubsform für uns sein würde.

Dazu kamen die besonderen Umstände kurz nach der Pandemie. Covid-Tests, Impfnachweise und sogar Quarantänekabinen gehörten damals noch zum Konzept der Reise.

Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht ahnten: Diese eine Woche sollte unsere Sicht auf Kreuzfahrten komplett verändern.

👉 Passend dazu: Reiseplanung & Tipps



Orient Kreuzfahrt AIDA: Unsere erste Kreuzfahrt überhaupt

Die Orient-Kreuzfahrt war bewusst als Test geplant.

Wir buchten nur eine Woche und entschieden uns für eine Balkonkabine mittschiffs. Falls das Schiff schaukeln sollte, wollten wir möglichst wenig davon spüren.

Auch beim Getränkepaket waren wir uns unsicher. Da wir die Preise an Bord nicht einschätzen konnten, verzichteten wir zunächst darauf.

Rückblickend war das eine gute Entscheidung.


Flugchaos vor dem Urlaub

Blick auf Dubai
Der erste Blick auf Dubai fiel deutlich kürzer aus als geplant.

Eigentlich sollte unsere Reise bereits am 26. Februar beginnen.

Aufgrund eines Streiks wurde unser Flug jedoch kurzfristig gestrichen. Statt entspannt in Dubai anzukommen, verloren wir einen kompletten Urlaubstag und konnten erst am Sonntag anreisen.

Darüber waren wir ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Gerade Dubai wollten wir ausgiebig erkunden.

Als wir schließlich am Schiff ankamen, wartete die nächste Besonderheit auf uns. Vor dem Check-in mussten wir erneut einen Covid-Test absolvieren. Anschließend hieß es: Auf die Kabine gehen und auf das offizielle „Okay“ warten.

Zum Glück dauerte es nicht lange.


Erste Eindrücke an Bord der AIDAbella

Rettungsring mit Dubai im Hintergrund
Endlich an Bord der AIDAbella.

Am ersten Abend schauten wir uns das Schiff an und versuchten, uns zu orientieren.

Besonders die Abendveranstaltungen im Theatrium gefielen uns sofort. Viele der Shows besuchten wir später mehrfach.

Zum Abendessen zog es uns ins Marktrestaurant.

Anschließend warteten wir gespannt auf das Auslaufen.


Sail Away in den Sonnenuntergang

Vor der Reise hatten wir oft gelesen, dass viele Gäste beim ersten Auslaufen emotional werden. Damals hielten wir das für etwas übertrieben.

Dann stand die AIDAbella im Abendlicht vor der Skyline Dubais, die Musik spielte und wir fuhren langsam in den Sonnenuntergang.

Plötzlich verstanden wir genau, was damit gemeint war.

❤ Das erste Auslaufen war für uns einer der schönsten Momente der gesamten Reise.


Wird man auf einer Orient Kreuzfahrt seekrank?

Kielwasser im Meer
Von Seekrankheit keine Spur.

Das war vor der Reise unsere größte Sorge.

Schon kleinere Schiffsfahrten können bei mir gelegentlich für ein flaues Gefühl sorgen. Entsprechend skeptisch war ich vor der ersten Kreuzfahrt.

Doch bereits am ersten Abend merkten wir:
Gar nichts.
Kein Schaukeln.
Kein Unwohlsein.
Keine Probleme.

Natürlich half vermutlich auch die Route. Viele Kreuzfahrtfans nennen die Gewässer rund um Dubai und Abu Dhabi nicht ohne Grund die „Badewanne“.

❤ Irgendwann hörten wir einfach auf, über Seekrankheit nachzudenken. Und genau da wussten wir, dass die Kreuzfahrt für uns funktioniert.


Dubai: Zwischen Wolkenkratzern und Altstadt

Burj Khalifa in Dubai während unserer Orient Kreuzfahrt mit der AIDAbella
Der Burj Khalifa prägt die Skyline Dubais wie kein anderes Gebäude.

Als wir zum ersten Mal zwischen den Wolkenkratzern standen, wussten wir gar nicht, wohin wir zuerst schauen sollten. Alles wirkte größer als wir es uns vorgestellt hatten.

Die Größe der Stadt, die Wolkenkratzer und die gewaltigen Dimensionen waren schwer zu begreifen.

Damals waren wir noch nie in New York gewesen. Mehrfach sagten wir zueinander:

So ähnlich muss New York sein.


Dubai Mall und Burj Khalifa

Dubai Mall
Schon die Dubai Mall beeindruckte uns mit ihrer Größe und den vielen Kunstinstallationen.

Mein Mann war von der Dubai Mall begeistert. Mich faszinierten vor allem die moderne Architektur, die futuristischen Gebäude und die vielen Fotomotive.

Schnell wurde klar: Für Dubai allein hätten wir deutlich mehr Zeit gebraucht.


Hop-on-Hop-off mit Licht und Schatten

Museum of the Future in Dubai während unserer ersten Orient Kreuzfahrt
Dubai wirkt an vielen Stellen wie eine Stadt aus der Zukunft.

Die einzige Enttäuschung unseres Dubai-Besuchs war die Hop-on-Hop-off-Tour.

Viele Haltestellen lagen überraschend weit von den eigentlichen Sehenswürdigkeiten entfernt und auf dem Oberdeck war es teilweise extrem windig.

Dubai Marina während einer Orient Kreuzfahrt
Moderne Architektur und Wasser prägen viele Stadtteile Dubais.

👉 Würden wir noch einmal nach Dubai reisen, würden wir die Stadt eher individuell erkunden.


Warum uns der Oman am meisten überrascht hat

Sultan-Qabus-Moschee in Maskat während unserer Orient Kreuzfahrt
Sultan-Qabus-Moschee

Der Oman war ursprünglich überhaupt nicht Teil unserer Reiseplanung. Die ursprüngliche Route hätte Bahrain und Doha enthalten. Dann wurde Bahrain gestrichen.

Maskat kam hinzu.

Noch bevor wir an Bord gingen, erfuhren wir außerdem, dass auch Doha nicht wie geplant stattfinden würde. Zwar hätten wir den Hafen anlaufen können, das Schiff jedoch nicht verlassen dürfen.

Unser Kapitän reagierte flexibel und plante kurzerhand einen zusätzlichen Tag im Oman ein. Rückblickend war genau das unser Glück.


Maskat überraschte uns komplett

Vielleicht lag es daran, dass wir keinerlei Erwartungen hatten. Dubai und Abu Dhabi kannten wir aus Reisemagazinen, Dokumentationen und unzähligen Bildern. Vom Oman wussten wir dagegen erstaunlich wenig.

Gerade deshalb blieb uns Maskat so stark in Erinnerung. Die Stadt wirkte entspannter, authentischer und deutlich weniger hektisch als die Metropolen der Emirate. Kein Wunder, dass der Oman bis heute zu den Reisezielen gehört, die wir gerne einmal intensiver auf einer längeren Rundreise entdecken möchten.

Weihrauch, Gelassenheit und Gastfreundschaft

Nach den Moscheen und Palästen zeigte uns der Souk eine ganz andere Seite Omans. Hier ging es nicht um beeindruckende Architektur, sondern um Gerüche, Farben und das geschäftige Treiben eines orientalischen Marktes. Genau diese authentischen Eindrücke blieben uns besonders in Erinnerung.

Gewürze
Die Farbenpracht der Gewürzstände im Souk von Maskat faszinierte uns sofort.
Der Duft von Weihrauch und orientalischen Gewürzen begleitete uns durch die engen Gassen des Souks.

❤ Maskat war der Ort, der uns am meisten überrascht hat.


Abu Dhabi zwischen Corniche und Scheich-Zayid-Moschee

Scheich-Zayid-Moschee in Abu Dhabi bei Nacht während einer Orient Kreuzfahrt
Die Scheich-Zayid-Moschee bei Nacht war einer der Höhepunkte unseres Besuchs in Abu Dhabi.

Auch Abu Dhabi gefiel uns ausgesprochen gut.

Besonders die Scheich-Zayid-Moschee beeindruckte uns mit ihrer Größe, ihrer Architektur und den vielen Details.

Anders als in Dubai nutzten wir in Abu Dhabi erneut eine Hop-on-Hop-off-Tour. Dort funktionierte das für uns deutlich besser. Viele Sehenswürdigkeiten ließen sich unkompliziert erreichen und wir bekamen einen guten ersten Eindruck von der Stadt.

Besonders gut gefiel uns der Spaziergang entlang der Corniche. Am Vormittag waren dort nur wenige Menschen unterwegs und die entspannte Atmosphäre bildete einen angenehmen Kontrast zu den modernen Hochhäusern der Stadt.

Sail Away der AIDAbella vor der Skyline von Abu Dhabi bei Nacht
Beim Auslaufen aus Abu Dhabi spiegelten sich die Lichter der Skyline im Wasser und verabschiedeten uns langsam vom Orient.

Unser Lieblingsplatz auf der AIDAbella: Die Ocean Bar

Cocktail in der Ocean Bar der AIDAbella während unserer Orient Kreuzfahrt
Viele Nachmittage endeten für uns mit einem Drink in der Ocean Bar und Blick auf das Meer.

Am ersten Seetag fanden wir unseren Lieblingsplatz an Bord.

Die Ocean Bar.

Nach unseren Ausflügen zog es uns fast automatisch dorthin zurück. Oft saßen wir dort noch lange in der Sonne, ließen die Eindrücke des Tages Revue passieren und blickten aufs Meer.

Ausflug, Ocean Bar, Abendessen. Nach wenigen Tagen wurde daraus eine kleine Routine.

❤ Rückblickend begann genau dort unsere Begeisterung für Kreuzfahrten.


Was wir als Kreuzfahrt-Anfänger auf der AIDAbella gelernt haben

Lohnt sich das Getränkepaket bei AIDA?

Wir hatten keines gebucht. Ein Mitreisender verunsicherte uns später und wir überlegten kurz nachzubuchen.

Am Ende waren wir zu spät. Rückblickend war das unser Glück. Für uns waren die Einzelpreise günstiger gewesen.

Kabinenlage

Die Entscheidung für eine Kabine mittschiffs würden wir jederzeit wieder treffen.

Organisierte Ausflüge

Für die erste Kreuzfahrt waren die AIDA-Ausflüge genau richtig. Alles war neu und wir mussten uns um nichts kümmern.

Seetage

Vor der Reise hielten wir Seetage für eher langweilig. Nach der Reise gehörten sie zu unseren Lieblingsbestandteilen einer Kreuzfahrt.


Fazit

Als wir die Orient-Kreuzfahrt buchten, wollten wir eigentlich nur herausfinden, ob Kreuzfahrten überhaupt etwas für uns sind. Eine Woche später hatten wir die Antwort. Am vorletzten Tag ertappten wir uns plötzlich bei dem Gedanken:

Warum ist die Reise eigentlich schon fast vorbei?

❤ Genau in diesem Moment merkten wir, dass aus unserem kleinen Kreuzfahrt-Test längst mehr geworden war.

Wir hätten problemlos noch eine weitere Woche dranhängen können.

Besonders der Oman ließ uns nicht mehr los. Gerade weil wir vor der Reise so wenig über das Land wussten, blieb es uns am stärksten in Erinnerung und steht bis heute auf unserer Liste für eine längere Reise.

Nur kurze Zeit später buchten wir bereits unsere nächste Kreuzfahrt. Im März 2023 ging es mit der AIDAdiva in die Karibik.

Und damit war endgültig klar: Unsere erste Kreuzfahrt sollte nicht unsere letzte bleiben.