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Ägypten Reisebericht: Zwischen El Quseir, Rotem Meer und einem privaten Tag in Luxor

Manche Reisen beginnen lange vor dem Flughafen. Bei dieser Ägyptenreise begann alles mit einer Empfehlung.

Eigentlich hatten wir bereits zwei Hotels in die engere Auswahl genommen, als wir zum Reisebüro gingen. Dort bestätigte uns die Mitarbeiterin sofort unsere erste Wahl. Das Radisson Blu Resort in El Quseir war nicht nur eines ihrer Lieblingshotels, sondern sogar ihr persönliches Stammhotel. Sie schwärmte vom Service, vom Charme der Anlage und davon, dass sie selbst jedes Jahr wieder dorthin zurückkehrt.

Also war die Entscheidung schnell getroffen.

Was wir damals noch nicht ahnten: Aus einem entspannten Strandurlaub am Roten Meer würde ein Reiseerlebnis werden, das uns nicht nur die Unterwasserwelt beim Schnorcheln näherbrachte, sondern uns dank eines unerwarteten privaten Ausflugs auch tief in die Geschichte Ägyptens eintauchen ließ.



Ankommen in El Quseir

Spät angekommen, aber sofort angekommen im Urlaub.

Schon vor der Reise hatten wir uns für einen privaten Transfer vom Flughafen Hurghada entschieden. Die Empfehlung kam direkt aus dem Reisebüro.

Im Nachhinein war das eine der besten Entscheidungen der gesamten Reise.

Während viele Urlauber noch auf ihren Transferbus warteten und anschließend mehrere Hotels entlang der Küste anfuhren, konnten wir direkt nach El Quseir fahren. Nach dem Flug war das deutlich entspannter als eine lange Busfahrt mit zahlreichen Zwischenstopps.


Das Hotel mit der Empfehlungsgarantie

Als die Reiseberaterin sofort zu schwärmen begann, fühlten wir uns in unserer Entscheidung bestätigt. Sie erzählte uns, dass sie selbst regelmäßig dort Urlaub macht und besonders den Service und den besonderen Charakter der Anlage schätzt.

Das Radisson Blu Resort war eines der wenigen Hotels, die wir bereits vor dem Besuch im Reisebüro herausgesucht hatten.

Schon am ersten Morgen konnten wir nachvollziehen, was sie meinte.

Unser Zimmer lag praktisch in der ersten Reihe. Als wir nach unserer späten Anreise die Vorhänge öffneten, lag das Rote Meer direkt vor uns. Die gepflegte Anlage, der ruhige Strand und die Meerwasserlagune sorgten dafür, dass wir sofort im Urlaubsmodus ankamen.

Zwei Tage lang bestand unser Programm hauptsächlich aus Entspannung. Manchmal braucht es gar nicht mehr.Das Radisson Blu Resort war eines der wenigen Hotels, die wir bereits vor dem Besuch im Reisebüro herausgesucht hatten.

Der Blick, mit dem jeder Morgen Urlaubstag begann.

Unser erstes Mal Schnorcheln

Der Moment, als plötzlich ein Kamel neben unserer Liege auftauchte.

Die ersten beiden Tage gehörten ganz dem Meer. Eigentlich hatten wir keine großen Pläne. Sonne, Strand, ein gutes Hotel und einfach mal abschalten. Mehr sollte es gar nicht sein.

Irgendwann liehen wir uns Schnorchelsets aus. Nur zum Ausprobieren. Mal schauen, was an diesem Schnorcheln eigentlich so besonders sein soll. Aus dem kurzen Test wurde schnell mehr.

Zum ersten Mal entdeckten wir die Unterwasserwelt des Roten Meeres direkt vor der Hotelanlage. Plötzlich verbrachten wir einen Teil des Urlaubs nicht mehr am Wasser, sondern im Wasser. Rückblickend war das der Moment, in dem wir das Schnorcheln für uns entdeckt haben.

Und nicht jede Erinnerung spielte sich unter Wasser ab.
An einem Nachmittag lagen wir entspannt auf unseren Liegen, hörten Musik und genossen einfach die Ruhe. Als ich mich irgendwann umdrehte, stand plötzlich ein Kamel direkt hinter mir.

Mit vielem rechnet man in einem Hotel am Roten Meer. Mit einem Kamel neben der Liege eher nicht.
Das Foto davon sorgt heute noch für ein Schmunzeln.


Wie aus einem Transfer ein Privatausflug wurde

Manchmal entstehen die schönsten Reiseerlebnisse völlig ungeplant.

Eigentlich wollten wir den klassischen Gruppenausflug nach Luxor buchen. Aufgrund unserer Lage in El Quseir hätte der Veranstalter jedoch einen größeren Umweg fahren müssen.

Die Lösung überraschte uns.

Statt eines Platzes im Reisebus bekamen wir einen privaten Fahrer und einen deutschsprachigen Reiseleiter. Plötzlich wurde aus einem Standardausflug eine sehr persönliche Tour.

Rückblickend war genau das einer der Höhepunkte der gesamten Reise.


Frühmorgens nach Luxor

Um sechs Uhr morgens begann unser Ausflug.

Während die Sonne langsam über der Wüste aufging, machten wir uns auf den Weg Richtung Luxor. Die lange Fahrt verging durch die Gespräche mit unserem Guide deutlich schneller als erwartet.

Je näher wir Luxor kamen, desto häufiger erzählte er von seiner Stadt und davon, warum er so gerne dort lebt.

Diese Begeisterung blieb uns während des gesamten Tages in Erinnerung.


Das Tal der Könige

Farben und Hieroglyphen im Inneren einer Grabkammer.

Das Tal der Könige war einer der Orte, die wir vor der Reise unbedingt sehen wollten.

Zwischen den kargen Hügeln liegen die berühmten Gräber der Pharaonen verborgen. Besonders beeindruckend fanden wir die erhaltenen Hieroglyphen und die erstaunlich kräftigen Farben, die nach Jahrtausenden noch sichtbar sind.

Fotos können diese Wirkung nur schwer transportieren.

Erst wenn man tatsächlich durch die Grabanlagen geht, wird die Dimension der Geschichte greifbar.


Der Tempel der Hatschepsut

Der Tempel der Hatschepsut wirkte schon aus der Entfernung beeindruckend.

Die monumentale Anlage scheint förmlich aus den Felsen herauszuwachsen. Gerade die Kombination aus heller Steinarchitektur und der dahinterliegenden Felswand machte diesen Ort besonders eindrucksvoll.

Von allen historischen Bauwerken des Tages gehörte dieser Tempel für uns zu den schönsten Fotomotiven.

Die Dimensionen der Tempelanlagen werden erst vor Ort wirklich greifbar.

Die Kolosse von Memnon

Die Kolosse von Memnon waren deutlich schneller besichtigt als die großen Tempelanlagen.

Trotzdem bleiben die beiden gewaltigen Figuren im Gedächtnis. Sie stehen seit Jahrtausenden an ihrem Platz und wirken noch heute wie Wächter einer längst vergangenen Zeit.

Man steht davor, schaut nach oben und denkt automatisch darüber nach, wie diese Monumente überhaupt errichtet werden konnten.


Mittagessen und Nilüberquerung

Nach den ersten Besichtigungen wurde es Zeit für eine Pause.

Anschließend ging es auf den Nil und weiter zu einer kleinen Bananenplantage. Nach den trockenen Landschaften des Westufers wirkte das satte Grün fast wie eine kleine Oase.

Dieser Kontrast zwischen Wüste, Fluss und Vegetation machte den Reiz des Tages aus.

Ein völlig anderer Blick auf Ägypten.

Karnak Tempel

Der Karnak-Tempel bildete den Abschluss unseres Ausfluges.

Besonders in Erinnerung geblieben ist die gewaltige Säulenhalle. Selbst zwischen unzähligen Fotos und Dokumentationen wirkt die Anlage vor Ort noch einmal völlig anders. Größe, Details und Dimensionen lassen sich kaum vermitteln.

Hier merkt man schnell, warum Karnak zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Ägyptens zählt.

Unser letzter Stopp in Luxor, bevor es zurück ans Rote Meer ging.

Zurück nach El Quseir

Nach einem langen und erlebnisreichen Tag machten wir uns am Abend auf den Rückweg. Gegen 21 Uhr erreichten wir wieder unser Hotel am Roten Meer.

Hinter uns lag ein Tag zwischen Pharaonen, Tempeln, dem Nil und spannenden Gesprächen mit unserem Guide. Vor uns warteten noch einige entspannte Urlaubstage am Strand.

Eine Kombination, die für uns perfekt funktioniert hat.


Unsere persönlichen Erkenntnisse

Luxor hat uns gleich mehrfach überrascht. Aus einem ganz normalen Transfer wurde plötzlich eine private Tour mit eigenem Fahrer und Guide, was den Ausflug deutlich persönlicher gemacht hat.

Außerdem hätten wir nie gedacht, wie schnell uns das Schnorcheln begeistern würde. Trotz seiner Größe wirkte das Hotel angenehm ruhig und gepflegt, und die Begeisterung unseres Reiseleiters für Luxor war ansteckend.

Heute würden wir vermutlich weniger Sehenswürdigkeiten in einen Tag packen und stattdessen mehr Zeit im Alltag der Stadt verbringen. Die Geschichten der Menschen vor Ort interessieren uns rückblickend fast genauso sehr wie die berühmten Tempel und Gräber.

Wenn wir noch einmal nach Luxor reisen würden, würden wir wahrscheinlich sogar eine Übernachtung einplanen.

Unsere Tipps für Erstbesucher

  • Plant nicht zu viele Sehenswürdigkeiten an einem Tag ein. Die Entfernungen und die Hitze werden oft unterschätzt.
  • Startet möglichst früh am Morgen. Die bekanntesten Tempel sind dann deutlich leerer.
  • Nehmt ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit.
  • Hört eurem Guide zu. Die Geschichten hinter den Anlagen machen den Unterschied.
  • Wer Zeit hat, sollte eine Übernachtung in Luxor in Betracht ziehen, statt alles als Tagesausflug zu absolvieren.
  • Lasst euch auch auf Begegnungen mit Einheimischen und das Leben abseits der großen Attraktionen ein.

Momente zwischen Rotem Meer und Luxor


Unsere Unterkunft in El Quseir

Bereits bei der Reiseplanung fiel unsere Wahl auf das Radisson Blu Resort El Quseir. Die Empfehlung unserer Reiseberaterin bestätigte dieses Bauchgefühl sofort.

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die ruhige Lage direkt am Roten Meer, die gepflegte Anlage und der Blick aufs Meer am Morgen.

👉 Zum Hotel (*) Radisson Blu Resort El Quseir

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Fazit

Wenn wir heute an diese Woche in Ägypten denken, denken wir nicht zuerst an Tempel oder Pharaonen. Wir denken an die Reiseberaterin, die uns von „ihrem“ Hotel vorgeschwärmt hat. An den ersten Morgen mit Blick auf das Rote Meer. An unsere ausgeliehenen Schnorchelsets, mit denen wir eine neue Urlaubsleidenschaft entdeckt haben. Und an die unerwartete Wendung, die aus einem normalen Ausflug einen ganz privaten Tag in Luxor gemacht hat. Natürlich waren das Tal der Könige, der Karnak-Tempel und die anderen historischen Stätten beeindruckend. In Erinnerung geblieben sind uns aber vor allem die Momente dazwischen: die Gespräche mit unserem Guide, die Fahrt durch die Wüste und das Kamel, das plötzlich neben unserer Liege auftauchte. Manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die eine Reise besonders machen.
Manchmal sind es die Geschichten, mit denen niemand gerechnet hat.


Entdecke Mauritius: Die Standortrundreise

Mauritius war unsere erste Fernreise überhaupt.

Bis dahin waren wir überwiegend innerhalb Europas unterwegs. Für unsere nächste Reise suchten wir etwas Besonderes, das gut in unsere Reisezeit passte und gleichzeitig mehr bot als nur Strandurlaub.

Mauritius überzeugte uns sofort mit seiner Mischung aus tropischer Natur, einer faszinierenden Flora und Fauna sowie den vielen kulturellen Einflüssen, die bis heute das Leben auf der Insel prägen.

Schon beim Anflug wurde deutlich, dass uns hier etwas völlig anderes erwartete als unsere bisherigen Reisen. Türkisfarbenes Wasser, grüne Berge und helle Sandstrände begleiteten unseren ersten Blick auf die Insel.

Für den Flug von Frankfurt entschieden wir uns für die Premium Economy Class. Gerade auf dieser langen Strecke machte sich das für uns bezahlt. Etwas mehr Platz und Komfort sorgten für einen entspannten Start in unsere erste Fernreise.

Da wir bereits früh am Morgen ankamen, mussten wir im Hotel noch etwas auf unser Zimmer warten. Wirklich gestört hat uns das nicht. Schließlich lag der Strand direkt vor der Tür.

Und ganz ehrlich: Schlechter kann man seine Wartezeit kaum verbringen.

GenX-Traveler | Mauritius
Noch bevor wir unser Zimmer beziehen konnten, begrüßte uns Mauritius mit Sonne, Meer und Palmen.


Flug & Hotel

Für unseren Flug von Frankfurt nach Port Louis wählten wir die Premium Economy Klasse, die sich als angenehm erwies. Die breiteren Sitze und die Auswahl an Speisen machten die Reise entspannt und unterhaltsam.

Die Wahl der Premium Economy machte unseren langen Flug nach Mauritius angenehm.

Während unseres Aufenthalts wohnten wir im Hotel Le Meridien Ile Maurice* an der Nordküste der Insel.

Von hier aus starteten wir unsere Ausflüge quer über Mauritius. Die Lage erwies sich für eine Standortrundreise als ideal, da viele Sehenswürdigkeiten gut erreichbar waren und das Meer trotzdem direkt vor der Tür lag.

Bereits nach den ersten Stunden wurde klar, dass wir mit der Wahl des Hotels alles richtig gemacht hatten. Tagsüber erkundeten wir die Insel, morgens und abends konnten wir die entspannte Atmosphäre direkt am Meer genießen.

GenX-Traveler | Mauritius
Das Le Méridien war der perfekte Ausgangspunkt für unsere Ausflüge über die Insel.

👉 Wer Mauritius individuell erkunden möchte, ist mit einem festen Hotelstandort und Tagesausflügen bestens beraten. So bleibt die Reise entspannt und trotzdem flexibel.


Mauritius mit dem Mietwagen entdecken

Für unsere Rundreise über die Insel entschieden wir uns für einen Mietwagen.

Rückblickend war das vermutlich eine der besten Entscheidungen des gesamten Urlaubs. Öffentliche Verkehrsmittel hätten uns deutlich weniger Flexibilität geboten und viele spontane Stopps wären gar nicht möglich gewesen.

Unser Begleiter war ein kleiner Hyundai i20 mit Stufenheck.

Die größere Herausforderung war allerdings nicht das Auto, sondern der Linksverkehr.

Die ersten Kilometer waren durchaus unterhaltsam. Während ich eigentlich blinken wollte, landete meine Hand regelmäßig beim Scheibenwischer. Offenbar musste mein Gehirn erst lernen, dass auf Mauritius vieles spiegelverkehrt funktioniert. Nach kurzer Zeit stellte sich jedoch Routine ein und wir konnten die Insel völlig entspannt auf eigene Faust erkunden.

👉 Lasst euch vom Linksverkehr nicht abschrecken. Nach den ersten Kilometern gewöhnt man sich überraschend schnell daran.


Cap Malheureux

Unser erster Ausflug führte uns nach Cap Malheureux.

Die kleine Kirche Notre Dame Auxiliatrice mit ihrem roten Dach zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen von Mauritius.

Ehrlich gesagt ist die Kirche selbst nicht besonders groß. Trotzdem gehört sie für uns zu den schönsten Fotospots der Insel. Die Kombination aus dem roten Dach, dem türkisfarbenen Meer und den vorgelagerten Inseln wirkt fast unwirklich.

Genau dieses Motiv findet man in nahezu jedem Reiseführer über Mauritius. Und tatsächlich stand die Kirche genauso vor uns, wie wir sie von unzähligen Bildern kannten.

Natürlich haben wir auch das klassische Postkartenmotiv fotografiert.

Kirche Notre Dame Auxiliatrice in Cap Malheureux auf Mauritius
Die Kirche von Cap Malheureux zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen von Mauritius.

Mein Lieblingsfoto entstand allerdings ein paar Schritte weiter.

Während viele Besucher die Kirche fotografierten, fiel mein Blick auf drei Männer und ihr kleines Boot. Im Hintergrund das berühmte Wahrzeichen von Mauritius, im Vordergrund völlige Ruhe.

Diese Szene strahlte eine unglaubliche Gelassenheit aus. Für mich erzählte dieses Bild deutlich mehr über Mauritius als jede perfekte Postkartenaufnahme.

Genau solche Momente bleiben mir von Reisen oft stärker in Erinnerung als die eigentliche Sehenswürdigkeit.

Fischerboot am Strand von Cap Malheureux auf Mauritius
Nicht die Kirche, sondern diese ruhige Szene blieb mir besonders in Erinnerung.
Fischerboote im türkisfarbenen Wasser vor Cap Malheureux an der Nordküste von Mauritius bei sonnigem Wetter
Blick auf die Bucht von Cap Malheureux im Norden von Mauritius.

Botanischer Garten | Pamplemousses Gardens

Einer unserer letzten Ausflüge führte uns in den berühmten Botanischen Garten von Pamplemousses.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir den Mietwagen bereits abgegeben und machten uns deshalb mit dem Taxi auf den Weg.

Besonders gespannt war ich auf die riesigen Wasserlilien, die man aus vielen Mauritius-Berichten kennt. Tatsächlich gehören sie bis heute zu den beeindruckendsten Pflanzen, die wir jemals gesehen haben.

Zwischen tropischen Gewächsen, Palmen und schattigen Wegen wirkt der Garten wie eine kleine grüne Oase.

Hier konnte man sich wunderbar treiben lassen und ständig neue Details entdecken.

Riesige Wasserlilien im Botanischen Garten Pamplemousses auf Mauritius
Die riesigen Wasserlilien gehören zu den bekanntesten Motiven des Botanischen Gartens.

💡 Plant für den Garten mindestens zwei Stunden ein. Die Anlage ist deutlich größer, als sie auf den ersten Blick wirkt.


Sagar Shiv Mandir

Der Sagar Shiv Mandir war einer unserer ersten Ausflüge mit dem Mietwagen. Die Strecke eignete sich perfekt, um erste Erfahrungen im Linksverkehr zu sammeln.

Der Tempel liegt direkt am Meer und gehört zu den schönsten hinduistischen Heiligtümern der Insel. Besonders beeindruckend fanden wir die Lage auf dem Wasser.

Früher wirkte der Tempel bei Flut fast wie schwebend im Meer. Heute verbindet eine schmale Brücke das Heiligtum mit dem Festland.

Sagar Shiv Mandir Tempel an der Ostküste von Mauritius
Der Sagar Shiv Mandir scheint direkt auf dem Meer zu stehen.

Fast noch besser gefiel uns jedoch die Küstenlandschaft rund um den Tempel.

Die sogenannte „Küste des Windes“ zeigte sich deutlich rauer als viele andere Regionen von Mauritius. Hier wirkte die Insel ursprünglicher und weniger touristisch.

GenX-Traveler | Mauritius
Verbindet den Tempelbesuch mit einer Fahrt entlang der Ostküste. Dort entdeckt man viele weniger touristische Abschnitte der Insel.

Chamarel und die siebenfarbige Erde

Siebenfarbige Erde in Chamarel auf Mauritius
Die Farben wirken in der Sonne deutlich intensiver als auf Fotos.
Riesenschildkröte in Chamarel auf Mauritius
Riesenschildkröte

Chamarel gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Mauritius. Die berühmten siebenfarbigen Erden waren ehrlich gesagt etwas kleiner, als wir sie uns vorgestellt hatten. Trotzdem lohnt sich der Besuch. Besonders bei Sonnenschein wirken die verschiedenen Rot-, Braun- und Lilatöne erstaunlich intensiv.

Direkt auf dem Gelände begegneten wir außerdem einigen Riesenschildkröten. „Niedlich“ ist vermutlich nicht das erste Wort, das einem bei rund 150 Kilogramm Gewicht einfällt. Beeindruckend trifft es deutlich besser.

Nicht weit entfernt befinden sich die Chamarel-Wasserfälle. Über 90 Meter stürzt das Wasser hier in die Tiefe und verschwindet zwischen dichtem Grün. Für uns gehörte dieser Aussichtspunkt zu den schönsten Naturkulissen der Reise.

GenX-Traveler | Mauritius
Einer der schönsten Aussichtspunkte auf Mauritius.

Grand Bassin – Spiritualität, Shiva und clevere Affen

Shiva-Statue am Grand Bassin auf Mauritius
Die gewaltige Shiva-Statue ist schon von Weitem sichtbar.
GenX-Traveler | Mauritius
Die Affen am Grand Bassin sind erstaunlich erfinderisch bei der Futtersuche.

Grand Bassin, auch Ganga Talao genannt, zählt zu den wichtigsten religiösen Orten der Insel. Bereits die riesige Shiva-Statue macht deutlich, welche Bedeutung dieser Ort für die hinduistische Gemeinschaft auf Mauritius besitzt.

Rund um den heiligen See herrscht eine besondere Atmosphäre. Tempel, Gebetsstätten und die umliegende Natur schaffen einen Ort, der selbst Besucher ohne religiösen Bezug beeindruckt. In Erinnerung geblieben sind uns allerdings nicht nur die Tempel.

Hier waren nämlich auch die Affen unterwegs. Die kleinen Kerle hatten offensichtlich längst verstanden, wo es kostenloses Essen gibt. Mehrfach konnten wir beobachten, wie sie Opfergaben der Gläubigen stibitzten und anschließend mit ihrer Beute auf Bäume oder Strommasten flüchteten. Dort saßen sie dann scheinbar vollkommen zufrieden und beobachteten das Geschehen von oben.

So respektvoll und ruhig die Menschen ihre Opfergaben niederlegten, so geschickt nutzten die Affen jede Gelegenheit.

❤ Taschen und Snacks besser nicht unbeaufsichtigt lassen. Die kleinen Diebe sind deutlich cleverer, als sie aussehen.


Wanderung auf den Piton de la Petite Rivière Noire

Auf diesen Ausflug hatte ich mich während der gesamten Reise am meisten gefreut. Der Piton de la Petite Rivière Noire ist mit 828 Metern der höchste Berg von Mauritius.

Entgegen unserer Erwartungen war die Wanderung gar nicht besonders anstrengend. Die eigentliche Herausforderung bestand darin, nicht permanent im Matsch auszurutschen. Durch den Regen waren einige Abschnitte überraschend rutschig geworden.

Über weite Strecken liefen wir durch feuchte Wege und mussten immer wieder lachen, weil unsere Schuhe mehr und mehr wie Schlammklumpen aussahen.

Kurz vor dem Gipfel wartete allerdings noch eine letzte Herausforderung. Die letzten Meter führten steil nach oben und mussten mithilfe eines Seils bewältigt werden.

Natürlich hätten wir den vollständigen Gipfel gerne erreicht. Trotzdem war die Entscheidung richtig.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Regen deutlich zugenommen. Da wir keinerlei Erfahrung mit solchen Passagen hatten und vor allem nicht wussten, wie wir anschließend wieder sicher herunterkommen würden, entschieden wir uns gegen die letzten Meter.

Manchmal ist Vernunft eben die bessere Entscheidung.

Auch ohne die letzten Meter war die Aussicht spektakulär.

GenX-Traveler | Mauritius
Die Ausblicke entschädigten für jeden matschigen Kilometer.
GenX-Traveler | Mauritius
Parc National des Gorges de Reviére Noire

GenX-Traveler | Mauritius

Seht es mir nach, es war eine meiner ersten getrackten Wanderungen. Der Start war bei „B“ 😀

💡 Nicht jeder Gipfel muss erreicht werden. Manchmal ist es die bessere Entscheidung, rechtzeitig umzudrehen und die Tour trotzdem zu genießen.


Sonnenuntergang am Flic en Flac

Nach der Wanderung machten wir noch einen Stopp am Strand von Flic en Flac.

Bis heute gehört dieser Sonnenuntergang zu den schönsten, die wir je erlebt haben. Das Besondere war nicht nur die Farbenpracht am Himmel.

Der Strand bietet nahezu keine Sichtbehinderung. Keine Palmen, keine Felsen und keine Gebäude störten den Blick. Von links bis rechts erstreckte sich ein nahezu ununterbrochenes Panorama über den Indischen Ozean.

Als die Sonne langsam im Meer versank und den Himmel in Orange-, Rot- und Violetttöne tauchte, entstand genau dieses perfekte Sonnenuntergangspanorama, das man normalerweise nur von Postkarten kennt.

Ein Moment, der uns bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Sonnenuntergang am Strand von Flic en Flac auf Mauritius
Freier Blick auf den Horizont. Genau das machte diesen Sonnenuntergang so besonders.

Mietwagen bei Check24(*) gebucht

Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber buchst, unterstützt du Traveling Generation X mit einer kleinen Provision. Für dich bleibt der Preis unverändert. Danke dafür.*


Fazit

Mauritius war für uns der perfekte Einstieg in die Welt der Fernreisen. Die Insel verbindet Traumstrände, beeindruckende Natur, kulturelle Vielfalt und überraschend viele Möglichkeiten für individuelle Ausflüge. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Aussicht vom Piton de la Petite Rivière Noire, die Farben von Chamarel, die Atmosphäre am Grand Bassin und die wunderschönen Sonnenuntergänge von Flic en Flac.

Rückblickend würden wir jederzeit wieder einen Mietwagen wählen. So konnten wir die Insel flexibel erkunden und viele Orte entdecken, die abseits klassischer Ausflugsprogramme liegen. Und ja: Auch die Scheibenwischer beim Linksabbiegen werden wir wahrscheinlich nie vergessen. 😉

Als erste Fernreise hätte Mauritius für uns kaum besser sein können.


Mallorca im Oktober: Warum wir die Insel außerhalb der Hauptsaison lieben

Mallorca im Sommer kennen viele. Volle Strände, lange Schlangen vor Sehenswürdigkeiten und jede Menge Trubel. Als wir die Insel im Oktober besucht haben, erlebten wir eine ganz andere Seite. Angenehme Temperaturen, deutlich weniger Touristen und genau die Mischung aus Erholung und Sightseeing, die wir gesucht hatten.


Ein paar Tage Sonne vor dem Herbst

Der Oktober in Deutschland kann bereits ziemlich grau und nass werden. Umso größer war die Vorfreude auf ein paar Tage Mallorca.

Schon kurz nach der Ankunft merkten wir, dass die Insel jetzt deutlich entspannter wirkt als in den Sommermonaten. Die großen Touristenströme waren verschwunden und vieles fühlte sich ruhiger an. Statt von Programmpunkt zu Programmpunkt zu hetzen, wollten wir diesmal einfach abschalten, die Sonne genießen und Mallorca in unserem eigenen Tempo erleben.

💡 Nicht jede Reise braucht eine vollgepackte To-do-Liste. Manchmal reicht es völlig, einfach mal durchzuatmen.


Mallorca im Oktober: Wetter, Temparaturen und unsere Empfehlungen

Mallorca im Oktober mit Sandstrand, blauem Meer und entspannten Besuchern
Mallorca im Oktober: Sonne, Meer und deutlich mehr Platz am Strand.

Wer überlegt, Mallorca im Oktober zu besuchen, stellt sich meistens dieselbe Frage: Reicht das Wetter noch für Strand und Sonne?
Unsere Antwort lautet ganz klar: Ja.

Mit Temperaturen um die 25 Grad konnten wir tagsüber problemlos Zeit am Meer verbringen. Die Sonne hatte noch genug Kraft für kurze Strandtage, ohne dass die Hitze unangenehm wurde.

Besonders angenehm fanden wir die kühleren Abende. Während der Sommer auf Mallorca manchmal anstrengend heiß werden kann, fühlte sich der Oktober deutlich entspannter an.

❤ Während zuhause vermutlich schon die ersten Heizungen liefen, saßen wir noch am Strand und genossen die Sonne.


Weniger Touristen, mehr Mallorca

Einer der größten Vorteile einer Mallorca-Reise im Oktober ist die entspannte Atmosphäre. An vielen Orten hatten wir deutlich mehr Platz als erwartet. Restaurants waren nicht überfüllt und Sehenswürdigkeiten konnten ohne großes Gedränge besucht werden.

Gerade dadurch hatten wir das Gefühl, die Insel von einer ruhigeren Seite kennenzulernen.

Besonders in Palma und Alcúdia fiel uns auf, wie entspannt viele Orte wirkten. Statt langer Warteschlangen konnten wir einfach loslaufen, stehen bleiben, fotografieren und die Atmosphäre genießen. Genau dieser fehlende Zeitdruck machte für uns einen großen Teil des Reiseerlebnisses aus.

💡 Manche Reiseziele brauchen keine zusätzlichen Attraktionen. Oft reicht es schon, sie zur richtigen Jahreszeit zu besuchen.


Alcúdia: Historische Gassen ohne Gedränge

Historisches Stadttor der Altstadt von Alcúdia auf Mallorca
Durch dieses Tor beginnt der Spaziergang durch die historische Altstadt von Alcúdia.

Für uns gehörte Alcúdia zu den schönsten Orten unseres Kurztrips.

Schon das historische Stadttor machte deutlich, dass hier Geschichte überall präsent ist. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und der alten Stadtmauer lädt dazu ein, einfach loszulaufen und sich treiben zu lassen.

Im Oktober war genau das möglich. Keine überfüllten Straßen, kein Gedränge vor den Sehenswürdigkeiten. Stattdessen konnten wir die Atmosphäre in Ruhe genießen.

👉 Nimm dir Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadt und plane nicht jeden Meter voraus. Die schönsten Ecken entdeckt man meistens zufällig.


Palma darf bei einem Mallorca-Besuch nicht fehlen

Nach Alcúdia stand natürlich auch Palma auf unserem Programm. Die Inselhauptstadt verbindet historische Bauwerke, moderne Geschäfte und mediterranes Lebensgefühl auf eine Weise, die Mallorca so besonders macht.

Schon bei einem kurzen Spaziergang merkt man schnell, warum Palma zu den beliebtesten Städten Spaniens gehört.


La Seu: Die beeindruckende Kathedrale von Palma

Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca unter blauem Himmel
Die Kathedrale La Seu war für uns das beeindruckendste Bauwerk unseres Mallorca-Kurztrips.

Das eigentliche Highlight unseres Besuchs war die Kathedrale La Seu.

Obwohl wir vorher schon viele Fotos gesehen hatten, wirkte das Bauwerk vor Ort deutlich imposanter als erwartet.

Die Lage direkt am Meer macht die Kulisse noch beeindruckender. Egal aus welchem Blickwinkel wir die Kathedrale betrachteten, sie dominierte die gesamte Umgebung.

❤ Es gibt Sehenswürdigkeiten, die auf Fotos größer wirken als in Wirklichkeit. Bei La Seu war es genau andersherum.


Das berühmte Rosettenfenster

Farbenprächtiges Rosettenfenster in der Kathedrale La Seu in Palma
Eines der schönsten Details der Kathedrale: das große Rosettenfenster.

Auch das Innere der Kathedrale hinterließ Eindruck.

Besonders das farbenfrohe Rosettenfenster zog sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich. Durch das einfallende Sonnenlicht entstanden Farben und Muster, die man auf Fotos nur schwer einfangen kann.

💡 Manche Orte sollte man nicht nur fotografieren, sondern einfach einen Moment auf sich wirken lassen.


Die Stierkampfarena von Palma

Stierkampfarena Plaça de Toros in Palma de Mallorca
Die traditionsreiche Stierkampfarena von Palma gehört bis heute zu den bekanntesten Gebäuden der Stadt.

Bei unserem Besuch kamen wir auch an der Plaça de Toros de Palma vorbei, der größten Stierkampfarena Mallorcas.

Allein die Größe der Anlage zeigt, welche Bedeutung diese Tradition früher hatte. Auch wenn das Thema heute kontrovers diskutiert wird, gehört die Arena zur Geschichte der Stadt.

Ein Blick in die Arena

Blick in die Stierkampfarena von Palma auf Mallorca
Ein Blick in die Arena vermittelt die Größe der historischen Anlage.

Von den Rängen aus bekommt man einen guten Eindruck von den Ausmaßen der Arena.

Selbst ohne Veranstaltung wirkt der Ort beeindruckend und vermittelt ein Gefühl dafür, welche Rolle Stierkämpfe über viele Jahrzehnte im gesellschaftlichen Leben gespielt haben.


Fazit

Unser Kurztrip nach Mallorca war keine Reise voller spektakulärer Abenteuer.

Und genau das war perfekt.
Die angenehmen Temperaturen, die entspannte Atmosphäre und die deutlich kleineren Besuchermengen haben uns gezeigt, dass Mallorca außerhalb der Hauptsaison eine ganz eigene Qualität besitzt.

Wer Sonne tanken, schöne Städte entdecken und gleichzeitig etwas Ruhe genießen möchte, sollte Mallorca im Oktober definitiv auf dem Schirm haben.

❤ Wir sind nicht mit einer Liste abgehakter Sehenswürdigkeiten nach Hause geflogen. Wir sind mit dem Gefühl zurückgekommen, wirklich ein paar Tage abgeschaltet zu haben.