Nach unserer ersten Kreuzfahrt mit der AIDAbella hatten wir etwas festgestellt, womit wir selbst nicht gerechnet hätten: Kreuzfahrten passten überraschend gut zu unserer Art zu reisen.
Früher wären wir vermutlich nie auf die Idee gekommen, eine Kreuzfahrt zu buchen. Doch nach unserer Reise durch den Orient war uns klar, dass wir noch einmal an Bord gehen wollten. Nicht, weil wir plötzlich leidenschaftliche Kreuzfahrer geworden waren, sondern weil wir in dieser Reiseform die perfekte Möglichkeit entdeckt hatten, Fernziele kennenzulernen.
Für die Orient-Reise hätten wir vermutlich nie eine individuelle Rundreise durch mehrere Länder geplant. Diese Karibik Kreuzfahrt mit AIDA zeigte uns noch deutlicher, warum Kreuzfahrten für Fernziele perfekt zu unserem Reisestil passen.. Um fünf Inseln und zwei Länder auf eigene Faust zu bereisen, hätten wir zahlreiche Flüge buchen müssen. Einige dieser Ziele hätten wir wahrscheinlich gar nicht ausgewählt.
❤ Genau das macht für uns bis heute den Reiz von Kreuzfahrten aus: Orte kennenzulernen, die wir sonst vielleicht nie besucht hätten.
Der eigentliche Grund für diese Route war allerdings Mexiko. Genauer gesagt: Chichén Itzá. Seit meiner Schulzeit wollte ich diesen Ort einmal mit eigenen Augen sehen.
👉 Unsere erste Kreuzfahrt führte uns übrigens durch Dubai, Oman und Abu Dhabi. Den kompletten Reisebericht findest du hier.
Karibik Kreuzfahrt AIDA: Warum wir diese Route gewählt haben

Nach unserer ersten Kreuzfahrt im Orient war für uns klar, dass wir noch einmal an Bord gehen wollten.
Die AIDAbella hatte uns überzeugt und die AIDAdiva war als Schwesterschiff eine naheliegende Wahl. Beide gehören zur Sphinx-Klasse und unterscheiden sich nur in Details. Dadurch fühlten wir uns bereits ab dem ersten Tag vertraut.
Hinzu kam ein weiterer Punkt.
Viele Reisende vergleichen AIDA und Mein Schiff. Für uns sprach damals jedoch der Preis. Da wir nur wenig Alkohol trinken und auch im Urlaub unsere Gewohnheiten nicht ändern, hätten wir die umfangreichen Getränkepakete anderer Reedereien kaum genutzt.
💡 Nicht jedes Kreuzfahrtkonzept passt zu jedem Reisetyp. Für uns war AIDA damals die bessere Wahl.
Das erwartet dich in diesem Reisebericht
- Warum wir Kreuzfahrten für Fernziele lieben
- Die AIDAdiva und unser zweites Zuhause auf See
- Warum wir Seetage lieben gelernt haben
- Jamaika zwischen Ya Mon und James Bond
- Chichén Itzá: Ein Traum seit der Schulzeit
- Belize: Die größte Überraschung der Reise
- Grand Cayman und ein entspannter Strandtag
- Samaná: Die andere Seite der Karibik
- Welche Insel uns am meisten überrascht hat
- Fazit
Warum wir Kreuzfahrten für Fernziele lieben
Die Karibik war niemals unser klassisches Traumziel für einen zweiwöchigen Badeurlaub. Für uns liegt der Reiz einer Kreuzfahrt an einem anderen Punkt.
Innerhalb von zwei Wochen besuchten wir mehrere Länder und Inseln, ohne ständig Koffer packen oder Flugverbindungen organisieren zu müssen.
Die Orient-Kreuzfahrt hatte uns bereits gezeigt, wie unkompliziert mehrere Ziele auf einer Reise miteinander verbunden werden können. In der Karibik wurde uns das noch deutlicher.
Um Jamaika, Mexiko, Belize, Grand Cayman, Sint Maarten und St. Kitts individuell kennenzulernen, hätten wir zahlreiche Flüge benötigt.
Und ganz ehrlich:
Einige dieser Ziele hätten wir wahrscheinlich nie ausgewählt.
Heute gehören genau diese Orte zu unseren schönsten Erinnerungen.
❤ Je mehr wir reisen, desto wichtiger werden uns Vielfalt und neue Eindrücke. Eine Kreuzfahrt ist für uns kein Schiffsurlaub, sondern eine komfortable Rundreise.
💡 Unsere Erfahrungen aus mehreren Reisen haben wir auch in unserer Rubrik Reiseplanung & Tipps gesammelt.
Die AIDAdiva und unser zweites Zuhause auf See

Da die Diva und die Bella Schwesterschiffe sind, fühlten wir uns sofort zurecht. Nach wenigen Stunden hatten wir unsere Lieblingsplätze bereits wiedergefunden.
Allen voran: Die Ocean Bar am Heck.
Wie schon im Orient zog es uns fast täglich dorthin zurück. Der Blick aufs Meer, ein Milchkaffee oder später ein Cocktail zum Sonnenuntergang. Viel mehr brauchte es oft nicht für einen perfekten Urlaubstag.
Auch das Bella Donna Restaurant wurde schnell zu einem festen Bestandteil unseres Tagesablaufs. Oft saßen wir am gleichen Tisch oder zumindest in derselben Ecke.
❤ Nach einigen Tagen wurden wir sogar namentlich begrüßt. Das fühlte sich fast schon wie ein kleines Stammrestaurant an.
Warum wir Seetage lieben gelernt haben
Viele Menschen können mit Seetagen auf einer Karibik Kreuzfahrt mit AIDA wenig anfangen.
Wir lieben sie.
Schon während dieser Reise fanden wir unseren festen Platz auf dem Sonnendeck. Ganz oben, relativ ruhig und weit entfernt von Animation und Lautsprechern.
Von dort konnte man stundenlang aufs Meer schauen. Wenn wir Lust hatten, gingen wir mittags essen. Wenn nicht, eben nicht.
Dann gab es später einen Milchkaffee in der Ocean Bar. Oder einfach noch eine Stunde mehr in der Sonne.
Das Schöne an Seetagen ist die völlige Entschleunigung.
Keine Termine.
Keine Besichtigungszeiten.
Kein Zeitdruck.
👉 Wer zum ersten Mal eine Kreuzfahrt bucht, sollte Seetage nicht als verlorene Urlaubstage betrachten. Oft entsteht genau dort das eigentliche Urlaubsgefühl.
Jamaika zwischen Ya Man und James Bond

Jamaika besuchten wir auf dieser Reise gleich zweimal. In Ocho Rios und später noch einmal in Montego Bay.
Was uns sofort auffiel: Jamaika war deutlich weniger postkartenperfekt als erwartet. Direkt an den Häfen warteten keine endlosen Traumstrände. Dafür begegneten uns unglaublich herzliche Menschen.
Fast jede Unterhaltung begann und endete mit einem freundlichen:
„Ya Man!“
Ein Satz, der uns bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehörten natürlich die Dunn’s River Falls. Die Wasserfälle waren schön anzusehen, doch die größere Überraschung fanden wir an anderer Stelle.
Als Fans der klassischen James-Bond-Filme begeisterten uns die Drehorte fast noch mehr.
Besonders das Jamaica Swamp Safari Village blieb uns im Gedächtnis. Dort befindet sich bis heute die berühmte Stelle, an der Roger Moore über die Krokodile lief.

❤ GenX-Moment: Wer mit James Bond aufgewachsen ist, bekommt an solchen Orten sofort leuchtende Augen.
Jamaika blieb uns als freundliches, lebendiges und sehr authentisches Land in Erinnerung.
Chichén Itzá: Ein Traum seit der Schulzeit
Wenn man mich heute fragt, was das eigentliche Highlight unserer Karibik Kreuzfahrt AIDA war, lautet die Antwort eindeutig: Mexiko. Genauer gesagt: Chichén Itzá.
Schon in der Schule faszinierte mich die Geschichte der Maya und Azteken. Geschichte und Erdkunde gehörten damals zu meinen Lieblingsfächern und Chichén Itzá war einer dieser Orte, die man zwar aus Büchern kennt, aber nie ernsthaft erwartet, irgendwann einmal selbst zu besuchen.
Der Ausflug begann mitten in der Nacht. Mit einem Schnellboot ging es zunächst von Cozumel aufs Festland.
Mein erstes flaues Gefühl auf einer Kreuzfahrt.
Zum Glück war es noch dunkel. Anschließend folgte eine längere Busfahrt. Als wir schließlich die Anlage erreichten, fühlte sich alles ein wenig unwirklich an.
Da stand sie plötzlich. – Die berühmte Pyramide.

Ein Ort, den ich seit Jahrzehnten kannte. Nur eben bisher ausschließlich aus Schulbüchern.
Das Gelände war noch beeindruckender als erwartet.
Die Architektur.
Die Geschichte.
Die Größe der Anlage.
Und das Wissen, dass man gerade an einem UNESCO-Weltkulturerbe und einem der neuen sieben Weltwunder steht.
Ich hätte meinem Mann wahrscheinlich stundenlang Geschichten über die Maya erzählen können.
❤ Es gibt Orte, die begleiten einen seit der Kindheit. Chichén Itzá war für mich genau so ein Ort.
Leider war die freie Zeit vor Ort durch die Größe der Gruppe begrenzt.
Als wir bemerkten, dass wir immer weniger Zeit zur eigenen Erkundung bekamen, arbeiteten wir uns direkt hinter den Reiseleiter und konnten so wenigstens möglichst viel sehen.
Trotzdem: Dieses Ziel war jeden Kilometer wert.
💡 Manche Reiseziele sind so bekannt, dass man Angst hat, enttäuscht zu werden. Chichén Itzá hat unsere Erwartungen sogar übertroffen.
Belize: Die größte Überraschung der Reise

Während Mexiko unser Wunschziel auf dieser Karibik Kreuzfahrt mit der AIDAdiva war, wurde Belize zur größten Überraschung. Dieses Land zog uns vom ersten Moment an in seinen Bann.
Die bunten Häuser. Die Stelzenbauten. Die üppige Natur.
Und vor allem die Menschen.
Unsere Reiseleiterin sprach hervorragend Deutsch und erzählte mit einer Begeisterung von ihrem Heimatland, die ansteckend war.
Wir besuchten die Maya-Stätte Altun Ha, fuhren durch die Mangroven und bekamen einen spannenden Einblick in das Leben der Menschen vor Ort. Beim Mittagessen gab es traditionelle Reisgerichte mit Bohnen.

Direkt daneben lag in einem kleinen Wasserloch ein Krokodil in der Sonne.
Alles wirkte authentisch. Unverstellt. – Echt.
❤ Erst nach der Reise fiel mir auf, dass ich erstaunlich wenige Fotos gemacht hatte. Ich war schlicht zu sehr mit Schauen beschäftigt.
❤ Von allen Häfen dieser Reise würden wir Belize vermutlich am liebsten sofort wieder besuchen.
Grand Cayman und ein entspannter Strandtag

Nicht jeden Hafen wollten wir mit einem Ausflug verbringen. Auf Grand Cayman entschieden wir uns bewusst für einen entspannten Strandtag.
Die angebotenen Ausflüge sprachen uns nicht besonders an.
Also schnappten wir unsere Strandtasche und machten uns auf den Weg. Der Strand lag nicht weit vom Hafen entfernt und bot sogar einige Korallen.
Damals hatten wir das Schnorcheln noch nicht für uns entdeckt. Heute würden wir definitiv Maske und Schnorchel mitnehmen.
Doch auch ohne großes Programm wurde es ein wunderschöner Tag.
Samaná: Die andere Seite der Karibik
Nicht jede Erinnerung dieser Reise ist leicht. Der Ausflug zum Playa Rincon führte uns an einen traumhaften Strand. Doch auf dem Weg dorthin sahen wir Dinge, die uns noch lange beschäftigten.
Kranke Tiere. Verletzte Hunde. Armut, die in starkem Kontrast zum Tourismus stand.
Besonders ein angefahrener Hund am Straßenrand blieb mir bis heute im Gedächtnis.
Der Strand war wunderschön.
Die Eindrücke auf dem Weg dorthin allerdings ebenfalls. Nur eben auf eine ganz andere Art.

💡 Reisen zeigt nicht nur schöne Seiten. Manche Erfahrungen bleiben gerade deshalb dauerhaft im Gedächtnis.
Welche Insel uns am meisten überrascht hat
Eigentlich hatte jede Insel ihren eigenen Charakter. Belize begeisterte uns durch seine Menschen und die besondere Atmosphäre.
Sint Maarten überraschte uns hingegen mit seinen Stränden. Nach unserem zweiten Besuch können wir uns dort sogar problemlos einen zweiwöchigen Badeurlaub vorstellen.
Und genau das hätten wir vor dieser Reise wahrscheinlich nie gedacht.

❤ Manche Reiseziele entdeckt man eher zufällig und verliebt sich erst später in sie.
Fazit
Als wir diese Reise buchten, wollten wir eigentlich nur herausfinden, ob unsere Begeisterung für Kreuzfahrten nach der AIDAbella bestehen bleiben würde.
Heute kennen wir die Antwort. Ja.
Diese Karibik Kreuzfahrt AIDA bestätigte uns, dass Kreuzfahrten für Fernziele perfekt zu unserer Art des Reisens passen.
Innerhalb von zwei Wochen besuchten wir fünf Inseln und zwei Länder. Viele dieser Orte hätten wir vermutlich nie bewusst ausgewählt.
Heute gehören sie zu unseren schönsten Reiseerinnerungen. Besonders Mexiko, Belize und die entspannten Seetage auf der AIDAdiva sind uns bis heute im Gedächtnis geblieben.
❤ Rückblickend war diese Reise viel mehr als nur eine Karibik-Kreuzfahrt. Sie zeigte uns, dass Kreuzfahrten für uns kein Urlaub auf einem Schiff sind, sondern eine komfortable Möglichkeit, die Welt kennenzulernen.
👉 Du interessierst dich für weitere Kreuzfahrten? Hier findest du alle unsere Kreuzfahrt-Reiseberichte.

