Porto war für uns kein klassischer Städtetrip. Die zweitgrößte Stadt Portugals war eine Station unserer Standortrundreise durch Portugal im Oktober 2022. Eigentlich standen nur zwei Tage auf dem Programm. Am Ende bekamen wir deutlich mehr als erwartet: historische Altstadt, beeindruckende Aussichtspunkte, Azulejos an jeder Ecke, Pastéis de Nata als ständige Begleiter und einen Champions-League-Abend im Estádio do Dragão.
Porto hat uns dabei nicht mit einzelnen Sehenswürdigkeiten begeistert. Vielmehr war es die Mischung aus Atmosphäre, Geschichte, Flusslandschaft und portugiesischer Lebensart, die den Aufenthalt besonders gemacht hat.
Porto auf unserer Portugal-Rundreise
Nach den ersten Stationen unserer Portugal-Rundreise erreichten wir Porto. Unser Hotel, das Tryp by Wyndham Porto Centro an der Rua de Alegria, diente für die nächsten zwei Tage als Ausgangspunkt für unsere Erkundungen.
Schon auf dem Weg durch die Stadt wurde schnell klar: Porto wirkt anders als viele moderne Großstädte. Die Straßen steigen ständig an oder fallen wieder ab, historische Fassaden prägen das Stadtbild und hinter fast jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv.
❤ Manchmal merkt man bereits nach wenigen Stunden, dass eine Stadt einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. In Porto begann dieses Gefühl irgendwo zwischen den ersten Aussichtspunkten und dem ersten Pastel de Nata.

Durch die Altstadt von Porto

Unser Rundgang führte uns durch die historischen Viertel der Stadt. Dabei waren weniger die bekannten Sehenswürdigkeiten selbst das Highlight, sondern oft die Wege dazwischen.
Schmale Gassen, kleine Plätze, alte Wohnhäuser mit schmiedeeisernen Balkonen und immer wieder überraschende Ausblicke machten den Spaziergang durch die Altstadt besonders abwechslungsreich.
Viele Straßen wirken heute noch erstaunlich authentisch. Nicht alles ist geschniegelt und perfekt restauriert. Gerade das verleiht Porto seinen Charme.

👉 Bequeme Schuhe sind Pflicht. Die Altstadt von Porto ist wunderschön, verlangt den Beinen aber einiges ab.
Igreja de Santo Ildefonso und die berühmten Azulejos

Eine der ersten Sehenswürdigkeiten auf unserem Rundgang war die Igreja de Santo Ildefonso. Schon von weitem fällt die Kirche durch ihre blau-weißen Fliesenbilder auf.
Die Azulejos gehören zu den bekanntesten Merkmalen Portugals. Während man sie im ganzen Land entdeckt, wirkt die Kirche Santo Ildefonso wie ein besonders schönes Beispiel dieser Kunstform.

Erst aus der Nähe erkennt man die vielen Details und Szenen auf den Fliesen. Genau deshalb lohnt es sich, nicht einfach nur vorbeizulaufen.
💡 Viele Sehenswürdigkeiten in Portugal entfalten ihre eigentliche Wirkung erst beim zweiten Blick.
São Bento – mehr als nur ein Bahnhof
Bahnhöfe gehören normalerweise nicht zu den Orten, die man bei einer Städtereise unbedingt besuchen möchte. Beim Bahnhof São Bento ist das anders.

Schon beim Betreten der Halle zog unser Blick automatisch zu den riesigen Azulejo-Wänden. Sie zeigen historische Szenen aus Portugal und machen aus einem Bahnhof eine Sehenswürdigkeit.
Selbst wer nicht mit dem Zug reist, sollte hier einen kurzen Stopp einplanen.
Die Sé do Porto

Natürlich durfte auch die Sé do Porto auf unserem Rundgang nicht fehlen. Die Kathedrale zählt zu den ältesten Bauwerken der Stadt und liegt auf einem der höchsten Punkte der Altstadt.
Besonders gefallen hat uns der Bereich rund um die Kathedrale. Von hier eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf Porto und den Douro.

Die Mischung aus Geschichte, Architektur und Aussicht macht die Sé zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Ribeira und der Douro

Spätestens am Douro wurde uns klar, warum Porto so viele Reisende begeistert.
Die historische Ribeira mit ihren bunten Häusern gehört zu den bekanntesten Fotomotiven Portugals. Am Fluss herrscht eine entspannte Atmosphäre, Boote fahren über das Wasser und auf den Uferpromenaden sitzen Einheimische und Besucher nebeneinander.

Wir haben hier deutlich mehr Zeit verbracht als ursprünglich geplant.
❤ Nicht jeder schöne Reisemoment braucht eine Sehenswürdigkeit. Manchmal reicht eine Bank am Wasser und der Blick auf das andere Flussufer.

Vila Nova de Gaia und die Welt des Portweins

Direkt gegenüber der Altstadt liegt Vila Nova de Gaia. Von dort bietet sich einer der schönsten Ausblicke auf Porto.
Außerdem befinden sich hier die berühmten Portweinkeller. Besonders bekannt ist das große Sandeman-Gebäude, das man schon aus der Entfernung erkennt.

👉 Für die schönsten Panoramafotos lohnt sich der Wechsel auf die Gaia-Seite des Douro unbedingt.
Ponte Dom Luís I – das Wahrzeichen der Stadt
Wer Bilder von Porto sieht, entdeckt fast immer die Ponte Dom Luís I.

Die imposante Stahlbrücke verbindet Porto mit Vila Nova de Gaia und prägt das Stadtbild wie kaum ein anderes Bauwerk.

Egal ob von weitem, direkt am Ufer oder unter der Brücke: Sie war während unseres Aufenthalts ständig präsent.
Champions League im Estádio do Dragão

Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten gab es noch einen weiteren Programmpunkt, auf den wir uns besonders gefreut hatten: Champions League im Estádio do Dragão. Auf dem Spielplan stand das Duell FC Porto gegen Atlético Madrid.
Tagsüber erkundeten wir die Altstadt, am Abend tauschten wir Kopfsteinpflaster gegen Stadiontribüne.

Die Atmosphäre machte den Abend zu einem echten Erlebnis.
Im Estádio do Dragão stand an diesem Abend das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Porto und Atlético Madrid auf dem Programm. Schon beim Betreten des Stadions war die besondere Stimmung spürbar, die europäische Fußballabende mit sich bringen.
Eine unerwartete Begegnung machte den Abend für uns noch besonderer. Neben uns blieben zunächst zwei Plätze frei. Kurz vor dem Anpfiff kamen schließlich ein Vater und sein kleiner Sohn auf ihre Plätze.
Mein Mann trägt auf Reisen fast immer seine Kappe von Eintracht Braunschweig. Genau die fiel unserem Sitznachbarn sofort auf. Wie sich herausstellte, kam er ursprünglich aus der Nähe von Braunschweig und lebte inzwischen beruflich mit seiner Familie in Porto.
Während auf dem Rasen FC Porto und Atlético Madrid um wichtige Punkte kämpften, entwickelte sich auf der Tribüne eine überraschend nette Unterhaltung über Fußball, Heimat und das Leben in Portugal.
❤ Genau solche Momente bleiben von einer Reise oft besonders in Erinnerung. Man fährt ans andere Ende Europas und trifft ausgerechnet dort Menschen mit einer Verbindung zur eigenen Heimat.
Unser Hotel in Porto
Tryp by Wyndham Porto Centro(*)
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Für unseren Aufenthalt war das Tryp by Wyndham Porto Centro eine praktische Basis.
Das Hotel liegt an der Rua de Alegria und bot uns einen guten Ausgangspunkt, um Porto zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden. Für einen kurzen Städtetrip im Rahmen einer Rundreise war das genau das, was wir gesucht hatten.
Fazit: Lohnt sich Porto?
Ja, definitiv.
Porto hat uns nicht mit spektakulären Einzelattraktionen überzeugt, sondern mit seinem Gesamtpaket. Die historische Altstadt, die Ausblicke auf den Douro, die Azulejos, die entspannte Atmosphäre am Fluss und unser Champions-League-Abend ergaben zusammen genau die Mischung, die wir auf Reisen besonders mögen.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen zwei Tage problemlos aus. Wer zusätzlich Portweinkeller besuchen oder Tagesausflüge ins Dourotal unternehmen möchte, sollte mindestens drei bis vier Tage einplanen.
Und ganz ehrlich: Kaum eine andere Stadt unserer Portugal-Rundreise verbinden wir heute noch so sehr mit kleinen Genussmomenten. Denn egal, wohin wir gingen, irgendwo wartete schon das nächste Pastel de Nata auf uns. ❤
